Start 1. Damen TV Mengede - TuS Hattingen 1:3

TV Mengede - TuS Hattingen 1:3

TV Mengede – TuS Hattingen 1:3 (17:25, 23:25, 25:19, 24:26)

Mit gehörigem Respekt gingen wir in die Partie gegen die hochgewachsenen Mädels vom TV Mengede, die für mich etwas unverständlich am Tabellenende stehen. Denn in der ganzen Saison hatte gegen uns keine andere Mannschaft so gut gespielt, wie der TVM im Hinspiel. Doch was heißt schon Tabellenletzter in dieser Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Mit 5 Siegen und 7 Niederlagen steht man in den meisten Ligen eher im unteren Mittelfeld als am Tabellenende. Mengede durfte also keinesfalls unterschätzt werden.

Die Zuversicht stieg nicht gerade als sich unter der Woche eine Spielerin nach der anderen krank meldete. Bei Mareike war es bis kurz vor Spielbeginn unklar, ob es gehen würde, Melanie und Caro mussten das Bett hüten. Da auch Feli fehlte, rückte Frauke auf die verwaiste Diagonalposition. Frauke zeigte eine souveräne und abgeklärte Leistung und war somit ein wichtiger Pfeiler. Ebenso wie Laura und Vero über Außen, die die richtige Mischung fanden, wenn es darum ging, den Ball kraftvoll ins Feld zu schlagen, oder risikoärmer platziert im Spiel zu halten. Dank einer derart disziplinierten Leistung ging der 1. Satz mit 25:17 klar an uns.

Und auch im 2. Satz ist es lange Zeit eine einseitige Partie. Bei 20:12 und 22:13 scheint der Satz schon entschieden. Zu früh lassen wir die Zügel schleifen. Angriffe werden unnötig ins Aus geschlagen, plötzlich wackelt die Annahme und Mengede erinnert sich daran, dass sie auch ganz gut spielen können. Der Satz wird daher nochmal richtig eng (22:21). In dieser Phase rückt das Team nochmal zusammen und befreit sich aus der schwierigen Situation. Hannah geht als Spielführerin voran und hechtet in der Abwehr jedem Ball hinterher. Vorne am Netz bleibt Anna cool und verwandelt entschlossen alles, was ihr vor die Finger kommt. Spektakulär der von Anna verwandelte Satzball auf 4m cross zwischen Position I und II.

Durchatmen und nachlegen heißt es im 3. Satz. Schließlich ist ein angeschlagener Boxer am gefährlichsten. Am Anfang gelingt uns das gut. Wir sind mit 8:3, 10:6 vorne und haben das ganze gut im Griff, bis sich kleine Ungenauigkeiten einschleichen. Wir können uns im Angriff nun seltener durchsetzen, zumal Mengede nun die letzte Chance ergreifen will. Auch die eingewechselten Ronja und Alisa können das Ruder nicht mehr rumreißen. In der einen oder anderen Situation haben wir zwar auch etwas Pech, aber letztlich hat der TVM nun einfach auch die klareren und entschlosseneren Aktionen. Nach dem 19:25 müssen wir nachsitzen.

Im 4. Satz ist es nun ein Spiel auf gutem Niveau. Nun zeigt sich, dass die Dortmunder auch richtig gut spielen können. Immerhin hatte Mengede u.a. den TB Höntrop, gegen den wir in beiden Spielen mit 1:3 unterlagen, glatt 3:0 geschlagen. Beide Mannschaften verteidigen gut und Mengede hat einige technisch gute und hochgewachsene Angreiferinnen in den Reihen. Wir liegen gleich mal 5:9 hinten. Die Aufholjagd ist mühsam, die Punkte müssen wir uns hart erkämpfen. Da und dort gelingt uns mal ein Break, sodass wir bei 15:15 endlich dran sind. Ronja kommt für Vero, ein Wechsel, der im letzten Spiel gegen Kemminghausen nicht sonderlich erfolgreich war. Doch diesmal setzt Ronja neue Akzente. Scharf in die Diagonale, Lob in die Feldmitte, gezielt den Block angeschlagen. Es sind auch Ronjas kluge Aktionen, weshalb wir mit 20:17 vorne liegen. Die Vorentscheidung denkt man, doch es wird noch dramatisch. Plötzlich haben wir in der Annahme Schwierigkeiten mit den langen Aufgaben aus Mengede und als wir uns in der Annahme eingestellt haben, kriselt der Angriff. Gerade auf der Position V verteidigt der Gegner hervorragend, ausgerechnet dahin schlagen wir jeden Ball und kriegen ihn daher postwendend um die Ohren gehauen. Nach 20:17 steht es 20:24. Müssen wir wie schon gegen Kemminghausen nach einer 2:0-Führung in den Tie-Break? Nicht, wenn man es irgendwie verhindern kann. Also werfen sich die Mädels furios in jeden Ball, hechten, springen, schlagen und mit dem Rücken zur Wand sind wir am besten. Sechsmal verteidigen wir unser Feld und behalten im Gegenzug die Oberhand. Hannah ist hochkonzentriert beim Aufschlag und vorne zeigt Anna welches Talent in ihr schlummert. Gewinnt cool die Netzduelle und ist im Angriff nicht mehr zu stoppen. Mit einem grandiosen Schlussspurt sichern wir uns den Satz mit 26:24.

Das Lob des Tages geht daher auch an Anna, die heute ihr bislang bestes Spiel für uns gemacht hat. Nach der Blinddarm-OP zwischenzeitlich etwas aus dem Tritt, ist unser Youngster rechtzeitig zum Saisonendspurt wieder in Form. Zudem auch ein Lob an Laura, die viel Ruhe ausstrahlte und Sicherheit in unser Spiel brachte. (Laura, bist du im Vergleich zu Anna schon ein Routinier?, und ist das jetzt uncharmant?)

Es spielten. Stephanie Morlock (Zuspiel), Hannah Kamps, Anna Litfert, Ronja Weidemann (Mitte), Veronieque van Engeland, Laura Weidemann, Alisa aus der Wischen (Außen), Frauke Kamps (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Februar 2018 um 23:54 Uhr  
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