Start 1. Damen TuS Hattingen - TG RE Schwelm 3:1

TuS Hattingen - TG RE Schwelm 3:1

TuS Hattingen – TG RE Schwelm 3:1 (23:25, 25:21, 25:16, 25:13)

Mit einer stellenweise furiosen Leistung zwangen wir den Mitaufsteiger und Tabellenführer aus Schwelm mit 3:1 in die Knie. Somit bleiben wir weiterhin die einzige Mannschaft, die gegen die Kreisstädter in den vergangenen 18 Monaten in einem Ligaspiel gewinnen konnte. Dabei gibt nicht nur der Erfolg als solcher, sondern gerade auch die Art und Weise allen Grund zur Freude.

Doch bevor es soweit ist, müssen wir zumindest kurz über den 1. Satz reden, den wir zwar mit 23:25 „nur“ äußerst knapp hergaben, die insgesamt 7 Aufschlagfehlern lassen sich aber auch nicht mit Nervosität entschuldigen. Immerhin belegen unsere 23 Punkte auch, dass wir aus der Annahme heraus zuverlässig gepunktet haben. Zudem konnten wir uns nach einem 16:21-Rückstand nochmal auf 23:23 herankämpfen. Unser Kampfgeist war also geweckt worden. Dennoch war ich nach dem 1. Durchgang sehr erbost, nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, war umgesetzt worden. Um es vorwegzunehmen: Über Fehlaufschläge mussten wir uns im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr ärgern.

Im 2. Satz kommt Feli auf der Außenposition in die Mannschaft. Sie setzt zwar gleich ihre ersten beiden Angriffe neben die Seitenlinie ins Aus, nachdem das Visier aber justiert ist, sorgt Feli reihenweise für erfolgreiche Angriffsaktionen. Zudem sind es Felis Aufschläge, die erstmals die kalkulierten Schwelmer Annahmeprobleme aufdecken. Von 4:5 auf 10:7 bekommen wir die Punkte geradezu auf dem Silbertablett beschert und es wächst der Glaube, dass wir dieses Spiel heute gewinnen können. Vor allem weil umgekehrt unsere Annahme wie eine Eins steht: Mareike, Hannah und Frauke schieben nahezu jeden Ball perfekt in die Hände von Stephie, die dementsprechend ihre Angreifer beliebig auswählen kann. Und im Angriff zeigen wir ungewohnte Durchschlagskraft. Frauke mit klug platzierten Bällen, Feli findet immer wieder das Schlagfenster zwischen gegnerischer I und VI, und Caro verwandelt alles, was ihr vor die Finger kommt. Aber die zentrale Spielerin unserer Offensive ist Hannah. Immer wieder sucht Stephie unsere Spielführerin, die weder durch den gegnerischen Block noch in der Feldabwehr gestoppt werden kann. Im 2. Satz können wir die Führung, die uns Felis Aufgabenserie beschert hat, daher ohne große Probleme ins Ziel bringen. Das 25:21 beschert uns den Satzausgleich.

Der Satzgewinn gibt uns den letzten Schub und führt dazu, dass wir uns in den Sätzen 3 und 4 allmählich in einen kleinen Rausch spielen. Bei uns gelingt fast alles, sodass Schwelm kaum noch ein Gegenmittel findet. Selbst die besten Schwelmer Angriffsaktionen können wir in der Feldabwehr regelmäßig verteidigen. Zudem greift unser Block (gerade Caro und Hannah) immer wieder entschlossen zu. Last but not least sind auch die eingewechselten Ronja und Laura sofort im Spiel und sorgen dafür, dass sich der Gegner nicht auf uns einstellen kann. Die weiteren Sätze (25:16, und 25:13) sind daher ziemlich eindeutig. Der letzte Ball des Spiels ist symptomatisch. Melanie bringt den Ball sicher ins Spiel, der Gegenangriff wird verteidigt und Hannah, heute die beste Spielerin auf dem Feld, setzt sich erfolgreich gegen einen Doppelblock durch.

Ein großes Kompliment, meine Lieben, für eine tolle Mannschaftsleistung. Allmählich zahlt sich die Arbeit der letzten Jahre aus, vor allem dass wir auch in schwierigen Zeiten zusammengehalten haben. Insgesamt haben wir nun vier der letzten fünf Spiele gewonnen. Wozu wir fähig sind, wenn wir Disziplin, Begeisterung mit dem ohnehin immer vorhandenen Kampfgeist zusammenbringen, haben wir nun mehrfach gesehen. Dass ohne die nötige Disziplin sämtliche Leidenschaft an die Grenzen kommt, mussten wir gegen den TV Mengede schmerzlich erfahren. 

Im nächsten Spiel in 14 Tagen treffen wir mit dem VSC Dortmund auf eine Mannschaft, von der wir nichts wissen. Zudem fehlen dann mit Caro und Feli unsere beiden Diagonalspielerinnen, die beide bislang eine unheimlich starke Saison spielen.

Es spielten: Stephanie Morlock (Zuspiel), Hannah Kamps, Melanie Leitloff, Ronja Weidemann (Mitte), Frauke Kamps, Veronique van Engeland, Felicitas Fischer, Laura Weidemann, Alisa aus der Wischen (Außen), Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 26. November 2017 um 21:19 Uhr  
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